Von Strömen und Ozeanen
Humboldts unveröffentlichtes Buch: ein Gründungsdokument der Ozeanologie Eine der mächtigsten Meeresströmungen der Erde, der Humboldt-Strom, ist nach ihm benannt: Alexander von Humboldt, Visionär und Weltbürger. Kaum ein Forscher hat unser Verständnis der globalen Zusammenhänge der Natur so nachhaltig geprägt. Humboldt beschäftigte sich in seinen letzten Lebensjahren intensiv mit dem Phänomen der Strömungen. Eine eigenständige Publikation zu diesem Thema war geplant – erschienen ist sie nie. Im Jahr 1853 veröffentlicht Alexander von Humboldt im Verlag Cotta die »Kleineren Schriften«. Die Textsammlung ist eine thematische Auslese des Überdauernden, das er auf mehreren Forschungsfeldern geschaffen hatte. Doch gelingt ihm zu Lebzeiten nur die Herausgabe des ersten Bandes. Der zweite Band, für den er jahrelang Daten zusammenträgt, denkt seine Forschung weiter und wirft eine noch nie dagewesene Perspektive auf die Weltmeere und ihre Strömungen. Insbesondere der bislang unveröffentlichte Text »Über Strömungen« ist ein Zeugnis von Humboldts Innovationskraft; er überträgt die Idee einer globalen Ökologie auf den Lebensraum der Ozeane. Die Herausgeber Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich haben diesen zweiten Band der »Kleineren Schriften« aus Archivmaterial rekonstruiert, teils aus Druckfahnen, teils aus Handschriften – ein Buch von höchstem Sensationswert.
1. Auflage 2026
400 Seiten
Gebunden
Klett-Cotta Literatur, 12.09.2026
Deutsch
ISBN/EAN 9783768198622
Oliver Lubrich ist Professor für Literatur an der Universität Bern. Er veröffentlichte u. a. Monographien und Dokumentationen wie »Shakespeares Selbstdekonstruktion«, »Postkoloniale Poetiken«, »Reisen ins Reich, 1933–1945« und »Humboldt oder Wie das Reisen das Denken verändert«.
Weltweite Erstveröffentlichung