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In 1920, Otto Meissner became Chief of the Office of the Reich President, a post he held until 1934. In late 1937, Adolf Hitler then appointed the native Alsatian to the post of State Minister, with Meissner serving as the head of the Führer’s presidential chancellery until 1945. Stefan Paulus takes various perspectives to examine Meissner’s role and impact as a high-ranking state official during the Weimar Republic and the Third Reich. Es war eine außergewöhnliche Beamtenkarriere: Otto Meissner (1880-1953), Sohn eines preußischen Postbeamten aus dem elsässischen Bischweiler, der im Jahre 1920 Chef des im Vorjahr neu gegründeten Büros des Reichspräsidenten wurde und dieses Amt im Rang eines Staatssekretärs unter den republikanischen Staatsoberhäuptern Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg innehatte. Auch nach Hindenburgs Tod 1934 blieb Meissner unter Adolf Hitler – der diesen Ende 1937 zum Staatsminister im Rang eines Reichsministers ernannte – Leiter der Präsidialkanzlei des Führers bis zum Untergang des NS-Regimes 1945. Damit umfasst Meissners Laufbahn als Spitzenbeamter und Berater an der Seite dreier Staatsoberhäupter insgesamt ein Vierteljahrhundert deutscher Geschichte: vom Kaiserreich, über das Intermezzo der Republik von Weimar zur menschenverachtenden Diktatur des Dritten Reichs. Stefan Paulus untersucht aus verschiedenen Perspektiven die Rolle Meissners bei der Etablierung und Stabilisierung der ersten deutschen Demokratie, während der Krisen- und Erosionsphasen der Weimarer Republik sowie dessen Tätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus.

1. A.
752 Seiten
Gebunden
De Gruyter, 29.04.2027
Deutsch
ISBN/EAN 9783111500713