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Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ist Anderssein gefährlich - lebensgefährlich. Und Josef ist anders. Geräusche und Stimmen füllen seinen Kopf mit Farben, kleinste Veränderungen in seinem Alltag, verunsichern ihn; erst mit sieben Jahren spricht er sein erstes Wort. Nach heutigem Verständnis würde man ihn dem Autismus-Spektrum zuordnen. In einem Dorf am deutschen Bodenseeufer führen Josef und seine Mutter Martha ein karges Bauernleben am Rande der Dorfgemeinschaft. Als Josef endlich zur Schule gehen darf, scheint sich sein sehnlichster Wunsch zu erfüllen: Dazugehören. Unter der fördernden Obhut des Lehrers entfaltet er seine besonderen Begabungen. Über die Jahre jedoch macht sich die NS-Diktatur auch in seinem entlegenen Dorf bemerkbar, und das Gift der Propaganda beginnt zu wirken. Der Hass auf Josef wächst, seine wenigen Vertrauten beginnen zu verschwinden, und Josef muss sich entscheiden. Sabine Eschbach erzählt einfühlsam und poetisch von der Farbenpracht einer ganz besonderen Weltwahrnehmung, aber auch von der Gefahr des Andersseins. Auf der Shortlist für den Anna-Haag-Preis 2025

352 Seiten
Gebunden
Dörlemann, 21.08.2025
Deutsch
ISBN/EAN 9783038201724

Sabine Eschbach, geboren 1959, wuchs am Bodensee auf und lebt mit ihrer Familie im Schwarzwald. 2017 wurde sie für den ersten Jahrgang der Montségur-Autoren-Akademie ausgewählt. Für Seerauchen, ihren Debütroman, erhielt Eschbach mehrmals Stipendien des Förderkreises deutscher Schriftsteller*innen in Baden-Württemberg, sowie 2021 ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop.
Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ist Anderssein gefährlich – lebensgefährlich. Und Josef ist anders. Geräusche und Stimmen fu¨llen seinen Kopf mit Farben, kleinste Veränderungen in seinem Alltag, verunsichern ihn; erst mit sieben Jahren spricht er sein erstes Wort. Nach heutigem Verständnis wu¨rde man ihn dem Autismus-Spektrum zuordnen. In einem Dorf am deutschen Bodenseeufer fu¨hren Josef und seine Mutter Martha ein karges Bauernleben am Rande der Dorfgemeinschaft. Als Josef endlich zur Schule gehen darf, scheint sich sein sehnlichster Wunsch zu erfu¨llen: Dazugehören. Unter der fördernden Obhut des Lehrers entfaltet er seine besonderen Begabungen. Über die Jahre jedoch macht sich die NS-Diktatur auch in seinem entlegenen Dorf bemerkbar, und das Gift der Propaganda beginnt zu wirken. Der Hass auf Josef wächst, seine wenigen Vertrauten beginnen zu verschwinden, und Josef muss sich entscheiden. Sabine Eschbach erzählt einfu¨hlsam und poetisch von der Farbenpracht einer ganz besonderen Weltwahrnehmung, aber auch von der Gefahr des Andersseins. Auf der Shortlist für den Anna-Haag-Preis 2025